Manche treiben’s wirklich zu weit!

Heute stieß ich auf einen, auf den ersten Blick unscheinbaren, Twitter-Account, namens @kaufdasnicht (ichkaufdasnicht).

Ich vermutete erst, es sei irgendein Account, der Mangelware, o.ä. kritisiert und Kaufempfehlungen gibt, aber da hab ich wohl falsch gedacht. (Zugegeben, mit „““Mangelware“““ hat es auch was zu tun.)

Kritisiert wird hier recht viel, aber nicht wirklich Mangelware, sondern eher „sexistische“ Produkte.

Klar, der Kampf gegen Diskriminierung, Sexismus, etc. Ist schon wichtig, aber ab einem gewissen Punkt wird es einfach lächerlich. Beispielsweise wird hier eine „7 Minute Workout Challenge“ bemängelt, die „nur für Frauen“ sei.
Ich verstehe nicht genau, was daran so schlimm ist. Frauen haben in der Regel einen anderen Stoffwechsel als Männer und somit ist ein Workout, das speziell dafür ausgelegt ist eigentlich super.

In einem weiteren Beispiel äußerte man sich negativ darüber, dass das Modehersteller „American Apparel“ in einer Werbeanzeige für „Bodysuits and Tigh-Highs“ das Gesicht der abgebildeten Frau nicht zeigt. (hier)

Dabei fragt man sich doch eher: Wozu muss man bei solchen Bildern noch einen Kopf zeigen? Das nimmt nur den Platz auf der kleinen Anzeige weg und außerdem wirbt man ja um ein Produkt, nicht um das Model. (Wäre das ein Mann, wäre es sicher jedem egal.)

Ebenso auch bei Schnullern für Jungs und Mädchen mit der Aufschrift „Bad Guy“ und „Drama Queen“ (hier), Glitzerstiften „for her“ (hier) und „Stereotypen-Müsli“ von mymuesli (hier).

Es ist einfach lächerlich, sich über solche Kleinigkeiten aufregen. Einen Prinzessinnen-Titel kann auch nur ein Mädchen erlangen und ein Junge nicht. Der wird dann entweder Prinz oder Pirat, wie man es bei mymuesli schon sieht.

Um es allen Extremen da draußen recht zu machen, werde ich meinem potentiellen Sohn einfach nur noch rosane Klamotten mit „Mädchen-Aufdrucken“ und meiner potentiellen Tochter blaue Klamotten mit „Jungs-Aufdrucken“ kaufen. Dann gibt es wenigstens etwas Gleichberechtigung. 😉

Tut mir leid, aber ich finde T-Shirts mit Aufdrucken wie „TOO PRETTY TO WORK“ und „Cool Story Babe. Now go make me a sandwich“ (hier) einfach lustig. Man sollte solche Aufdrucke nicht wirklich ernst nehmen.

Klar ist Diskriminierung nichts tolles, aber sich über solche Kleinigkeiten aufzuregen, bringt sowieso nichts. Kauft diese Dinger nicht, wenn ihr sie nicht mögt und lasst andere zufrieden, wenn sie ihrem Sohn ein „I’m a boy“ und ihrer Tochter ein „I’m a girl“ T-Shirt kaufen.

Ich verziehe mich jetzt mal wieder in die sexistischen Weiten des Internets und warte auf einen kleinen Shitstorm.

Grüße,
euer Levin!

 

P.S.: @kaufdasnicht hat auch einen Tumblog: http://ichkaufdasnicht.tumblr.com/